Was sollte ich unterstützen

Die Entwicklung eines Kindes kann man auf verschiedenste Weise unterstützen. Chronologisch beginnst du ab der Geburt wahrscheinlich damit, die visuelle Wahrnehmung zu stimulieren. Anschließend werdet ihr an der Grobmotorik deines Babys arbeiten, das bereitet auf das spätere Krabbeln, Sitzen und Laufen vor. Wenn der kleine Spatz sein Köpfchen und die restlichen Körperteile schon gezielt bewegen und sich in verschiedene Positionen bringen kann, ist es an der Zeit, die Feinmotorik zu fördern und auch sein soziales Verhalten durch das Zusammensein mit anderen Kindern auszutesten. In jedem Fall aber ist es wichtig, es langsam anzugehen. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und dem solltest du dich anpassen.

Wie kann ich mein Kind unterstützen

Die visuelle Wahrnehmung deines Babys kannst du ganz einfach stimulieren, indem du Gegenstände einer Farbe in seinem Blickfeld positionierst und dann vorsichtig hin und her bewegst. Du testest seine Konzentration und Aufnahmefähigkeit und wirst ganz nebenbei auch herausfinden, in welcher Entfernung dein Kind schon sehen kann.

Berührungen stimulieren den Tast- und Gleichgewichtssinn. Bevor ein Baby irgendetwas mit seinem Körper anfangen kann, muss es sich selbst kennenlernen, seine Muskeln spüren und folglich einsetzen. Du kannst deinem Schatz mit Streicheleinheiten und sanften Massagen dabei helfen, ein Gefühl für den eigenen kleinen Körper zu entwickeln.

Damit dein Baby lernt seine Nacken- und Rückenmuskulatur aktiv zu nutzen, kann es helfen, es wiederholt in Bauchlage auf einem angenehm weichen Untergrund abzulegen. Bei Neugeborenen reichen da schon wenige Sekunden pro Tag, nach einigen Monaten schafft dein Kind schon 15 bis 20 Minuten am Tag. Du kannst ein Spielzeug in Reich- und Sichtweite platzieren, um den gewissen Reiz zu schaffen. Wenn du diese Übung langfristig und natürlich immer nur unter deiner Aufsicht wiederholst, lernt dein Baby peu à peu zu krabbeln, sich zu rollen und zu drehen.

Den Tastsinn und Greifreflex kannst du ganz einfach stärken, indem du ihm deinen Daumen oder auch die ganze Hand zum Greifen gibst. Alternativ kannst du auch einen Greifball besorgen. Oft fordert dieser gleich mehrere Sinne gleichzeitig, zum Beispiel wenn er auch Geräusche macht, eine besondere Oberfläche aufweist, sich kneten und ziehen lässt.

Sobald dein Baby mobil wird, heißt die Devise: Bewegung. Es ist Zeit, an seiner Feinmotorik zu feilen. Seid kreativ, baut euch eine Höhle, lass den kleinen Spatz durch Tunnel krabbeln, Türme basteln, malen. Hauptsache dein Kind kann sich austoben und seinen Körper testen.

Weniger ist manchmal mehr

Auch wenn der Mutterinstinkt dich packt, du deinem Kind helfen und ihm Frust ersparen willst, lass es seine eigenen Erfahrungen machen. Will sich dein Liebling in eine andere Position drehen, schafft es aber doch noch nicht ganz allein. Sei geduldig. Wenn du ihm jetzt wortwörtlich unter die Arme greifst, ist das zwar gut gemeint aber nicht unbedingt gut gemacht. Dein Baby wird Teilerfolge erleben, sich nur ein Stückchen drehen, es dann beim nächsten Mal aber ganz schaffen.

Ganz egal welche Aktivitäten du mit deinem Kind unternimmst, mit einer Sache steht und fällt jeglicher Erfolg: Vertrauen. Gib deinem Kind das Gefühl, dass du da bist, es keine Angst haben muss und alles ausprobieren darf. Nur so gibst du ihm genügend Freiheit, sich und den kleinen Körper auszutesten, Spaß am Erlernen neuer Fähigkeiten zu haben und sein Potenzial auszuschöpfen.

Das Sitzen ist hier ein klassisches Beispiel. Manche Kinder brauchen länger, um es selbstständig in die Sitzposition zu schaffen und diese auch zu halten. Es hilft hier nicht, dein Baby in der Sitzposition zu halten. Kippt es zur Seite um, so ist die Bauchmuskulatur wahrscheinlich noch nicht ausreichend entwickelt. Das braucht ganz einfach seine Zeit.

In Gesellschaft lernt es sich besser

Viele Aktivitäten zur Frühförderung eines Kindes kannst du auch in Gruppen durchführen. Wir denken hier an Babyschwimmen, Krabbelgruppen, Baby-Yoga und vieles mehr. Damit stärkst du insbesondere auch das soziale Verhalten deines Babys und ganz besonders dann, wenn zu Hause kein Rudel von Geschwistern für Aufregung sorgt. Mit diesen Mutter-Kind-Kursen kannst du außerdem zu eurer Bindung beitragen und besondere Momente zwischen dir und deinem Baby genießen.

Und mit dem Stichwort genießen ist auch das wichtigste bereits gesagt. Genieß diese unvergessliche Zeit mit deinem Baby. Besonders die ersten Monate sind sehr intensiv, es gibt täglich etwas Neues zu entdecken und du hast jetzt die Möglichkeit Vertrauen und eine starke Bindung zu deinem Kind aufzubauen.

Gepostet in Nachrichten Von

Elke Kramer