Sicherer und gesunder Schlaf

Die perfekte Schlafumgebung für dein Baby

13 Mar, 2020

Dunkel und ruhig

Das Schlafzimmer sollte ruhig und gut zu verdunkeln sein. Spezielle Nachtlichter sind im ersten Lebensjahr nicht notwendig, eine bei Bedarf anschaltbare abgedämmte Lichtquelle ist aber sinnvoll und praktisch.

Die richtige Temperatur / Raumklima

Regelmäßiges Stoßlüften vor dem Schlafen sorgt für frische Luft und angenehmes Raumklima. Als optimale Raumtemperatur gelten etwa 16-19 Grad, die sich aber in unseren Breitengraden im Sommer selten erreichen lassen. Um die Gefahr einer Überhitzung zu vermeiden, sollte euer Baby dann weniger Kleidung oder bestenfalls nur einen dünnen Sommerschlafsack tragen.
Auch wenn es nachts im Winter kühl ist – das Risiko der Überwärmung ist meist größer als die Gefahr der Unterkühlung, deshalb zieht euer Baby nicht zu dick an. An den Händen lässt sich die Temperatur schlecht fühlen – ausreichend warm ist es, wenn euer Baby am Nacken oder zwischen den Schulterblättern warm ist, aber nicht schwitzt. Heizkissen und Wärmeflaschen gehören nicht ins Babybett. Damit der Temperaturausgleich gewährleistet bleibt, sollte euer Kind beim Schlafen keine Kopfbedeckung tragen. Babymützen mit Schnüren zum Zubinden könnten sogar gefährlich werden und sollten auch aus diesem Grund nicht zum Schlafen angezogen werden.

Rückenlage ist am sichersten

Die Rückenlage gilt heute als die sicherste Schlafposition, daher sollte euer Racker – auch tagsüber zum Schlafen nur in Rückenlage hingelegt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sehr aktive Kinder in der Rückenlage fixiert werden dürfen – Geschirre, Gurte oder ähnliches bergen eine hohe Strangulationsgefahr. Tagsüber und wach sollte dagegen euer Baby auch immer mal wieder auf dem Bauch liegen.

Babyschlafsack statt Decke

Statt einer Bettdecke wird heute einhellig ab der Geburt die Verwendung eines Babyschlafsacks empfohlen. Der Babyschlafsack hat gegenüber einer Bettdecke viele Vorteile: er unterstützt die Rückenlage, ein richtig passender Schlafsack kann nicht über das Gesicht rutschen und er verringert so die Gefahr der Rückatmung. Wichtig ist vor allem: Der Babyschlafsack muss richtig passen – der Kopf darf nicht durch die Halsöffnung rutschen können. Für Neugeborene gibt es Schlafsäcke schon in sehr kleinen Größen.
Die Länge und Breite sollte etwa 10 bis 15 cm Bewegungsfreiheit zum Strampeln bieten, sollte aber nicht zu lang sein. Ein Schlafsack lässt sich nicht so leicht wegstrampeln wie eine Decke, das bedeutet aber auch, dass keinesfalls eine zusätzliche Decke über den Schlafsack gelegt werden sollte.

Das Babybett

Babybetten gibt es in allen Formen und Varianten. Bewährt haben sich klassische Gitterbetten mit Lattenrost, immer mehr im Trend sind auch Kombi-Betten, die vom Babybett zum Beistellbett und später zum Kinderbett umgebaut werden können. Wichtig ist besonders bei älteren Babybetten und „Erbstücken“ bei Wiegen und Stubenwagen – es darf keine scharfen Kanten, lange Schnüre oder überstehenden Schrauben geben. Gitterroste dürfen einen Maximalabstand von 6,5 cm zwischen den Stäben nicht überschreiten, so dass der Kopf eures Babys nicht hindurchpassen kann.

Babymatratze

Die Babymatratze sollte fest, atmungsaktiv und schadstofffrei sein und einen waschbaren Bezug haben. Der Preis und das Material sagen nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Bei der Auswahl einer guten Babymatratze helfen euch aktuelle Testberichte aus Zeitschriften wie der Stiftung Warentest oder Öko-Test. Felle oder Kuscheldecken gehören nicht ins Babybett

Kein Kissen, Betthimmel und Nestchen

Über die Seiten reichende Betthimmel und Nestchen in Wiegen und an Babybetten sehen zwar hübsch aus, behindern aber unnötig die Luftzufuhr und unter Umständen die Atmung. Das Risiko ist vermeidbar, indem ihr auf Himmel und Nestchen ganz verzichtet, oder nur einen kurzen Himmel bis an die Oberkante des Bettchens verwendet. Kopfkissen sind im ersten Jahr weder nötig noch zu empfehlen. Wenn ihr später ein Kissen verwenden möchtet, sollte es ein sogenanntes Flachkissen sein, in dem der Kopf eueres Kindes nicht versinken kann.

Kuscheltiere und Spielzeuge nicht ins Bett

Plüschtiere und Spielzeuge gehören nicht ins Babybett, besonders Dinge mit Schlaufen, Schleifen oder Schnüren. Riskant sind auch Spielzeuge an Schnüren wie Mobiles oder Greifketten und Kinderwagenketten – diese gehören ebenfalls nicht in das Bettchen eures Babys. Gleiches gilt im übrigen auch für Bernsteinketten, Schnullerketten oder Babyschmuck.