Sicherer und gesunder Schlaf

Wie gewöhne ich mein Baby an den Tag-Nacht-Rhythmus?

19 Jul, 2021

Darum kennt dein Baby noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus

Es wird einige Zeit dauern, bis der Tag-Nacht-Rhythmus deines Kindes mit deinem eigenen übereinstimmt. Das liegt daran, dass dein Kind zunächst einmal lernen muss, dass es in der Nacht schlafen und am Tag wach sein soll. Diese beiden Tagzeiten konnte es in deinem Bauch nicht unterscheiden. Zwar durchlebt es auch während der Schwangerschaft schon die unterschiedlichen Phasen des Träumens und des Wachseins, dies lässt sich aber nicht mit dem Tag-Nacht-Rhythmus vergleichen, den wir kennen und den es erlernen wird. Den Schlaf-Wach-Rhythmus, den es im Mutterleib hatte, führt es deswegen auch nach der Geburt erst einmal fort. Das liegt daran, dass sich das sogenannte Schlafzentrum im Gehirn deines Kindes erst entwickeln muss. Daher kann dein Baby bis zu seinem vierten bis sechsten Lebensmonat auch noch nicht entscheiden, dass es schlafen möchte, sondern es wird vom Schlaf übermannt. Wie lange dieser Anpassungsprozess dauert, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Wichtig ist allerdings, dass es sich stets sicher und geborgen fühlt. Zusätzlich dazu kannst du deinen Liebling noch auf weitere Arten bei diesem Lernprozess unterstützen.

So gewöhnt sich dein Kind an den Tag-Nacht-Rhythmus

Zwar ist es in den ersten Monaten noch zu früh, um einen festen Tagesablauf für dein Kind zusammenzustellen, aber es ist noch nicht zu früh, um kleine Routinen zu etablieren. Zunächst einmal solltest du dein Baby genau beobachten. Wann ist es müde, wann hat es Hunger und wann möchte es beschäftigt werden?

Hierzu kannst du die jeweiligen Routinen einführen. Du kannst deinen Liebling z. B. immer am gleichen Ort füttern. Bevor du es in sein Bettchen legst, könnt ihr ein Bad nehmen, bei dem es müde wird und anschließend die sanften Töne einer Spieluhr genießen, die dein Kind ins Land der Träume begleiten. Es ist hilfreich, wenn du hierbei immer dieselben Zeiten beibehältst. Irgendwann werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten und Schläfchen verlässlicher, ein Rhythmus pendelt sich ein. Die von Anfang an eingeführten Routinen machen sich bereits jetzt bezahlt, da sie deinem Baby Sicherheit vermitteln.

Weiterhin kannst du deinen Schatz beim Erlernen des Tag-Nacht-Rhythmus unterstützen, indem du ihm deutlich machst, wann es Zeit zum Schlafen und zum Wachsein und Welt entdecken ist. Lass hierzu gleich morgens Licht in sein Zimmer und zieh ihm etwas Frisches an. So kann es verstehen, dass ein neuer Tag begonnen hat. Zum Mittagsschlaf solltest du das Zimmer daher auch nicht komplett abdunkeln. Auch, wenn es nachts im Kinderzimmer dunkel sein soll, kannst du eine kleine Lampe brennen lassen, damit dein Liebling sich besser orientieren kann, wenn er aufwachen sollte.

Während des Tages kannst du mit deinem Kind Unternehmungen an der frischen Luft machen, bei dem es viel Tageslicht zu sehen bekommt. Dabei lernt es, dass es viel zu entdecken gibt, während die Sonne am Himmel steht. Wenn dein Schatz in der Nacht aufwachen sollte, solltest du nur gedimmtes Licht einschalten und leise mit ihm sprechen, damit es schnell wieder in den Schlaf finden kann.

Auch wenn es in den ersten Monaten anstrengend ist, deinem Kind den Tag-Nacht-Rhythmus beizubringen, lohnt es sich, möglichst viele Routinen einzurichten. Wenn ihr die Tage dann nach dem gleichen Rhythmus lebt und erlebt, werdet ihr viel Spaß dabei haben, die Welt gemeinsam zu entdecken.