Während der Ferienzeit dürfen Kinder häufig länger aufbleiben. Vor allem in den Sommerferien, wenn es abends lange hell draußen ist, man als Familie viele lustige Abenteuer unternimmt und gemütliche Grillabende verbringt, wird es schon einmal später. Wenn die letzte Ferienwoche angebrochen ist, fragensich viele Eltern, wie sie es schaffen sollen, dass ihr Kind am ersten Schultag fit und ausgeschlafen ist.
Ausreichend Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für Kinder, um optimal in den Tag zu starten und sich in der Schule gut konzentrieren zukönnen. Ausgeruhten Kindern geht es körperlich und geistig besser als übermüdeten Kindern. Es fällt ihnen leichter, den Alltag zu bewältigen, wenn sie vorher ausreichend Schlaf und damit auch genügend Kraft getankt
haben. Je nach Alter des Kindes benötigt es mehr oder weniger Schlaf:
Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren sollten täglich 10 bis 13 Stunden schlafen Dies beinhaltet auch ein eventuelles Nickerchen am Tag.
Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren benötigen 9 bis12 Stunden Schlaf und Jugendliche von 13 bis 18 Jahren sollten 8 bis 10 Stunden schlafen.
Um den Schlafrhythmus eures Kindes Schritt für Schritt anzupassen, solltet ihr einige Tage vor dem Schulstart damit beginnen, indem euer Kind etwas eher ins Bett geht als in der Ferienzeit. Zunächst könnt ihr euer Kind eine halbeStunde eher als während der Ferien ins Bett bringen und dann versuchen, dies Tag für Tag zu steigern, sodass euer Kind am Abend des letzten Ferientages auch zur optimalen Zeit insBett gehen und einschlafen kann.
Wenn euer Kind sich auf diese Methode nicht einlassen will und sich dagegen wehrt, könnt ihr stattdessen versuchen, euer Kind morgens früherzu wecken, also zu der Zeit, zu der es auch in der Schulzeit aufstehen müsste. Wenn euer Kind am letzten Ferientag spät ins Bett geht und dafür morgens ungewohnt früh aufstehen muss, ist es gut möglich, dass es dann nach dem ersten Schultag müde und geschafft ist und dementsprechend abends früher einschläft, um den fehlenden Schlaf
nachzuholen.
Außerdem können folgende Tipps dabei helfen, dass euer Kind abends besser zur Ruhe findet:
1. Bewegung
Viel körperliche Bewegung, im besten Falle an der frischen Luft, trägt dazu bei, dass Kinder am Ende des Tages ausgelastet und zufriedener sind. Mindestens eine halbe Stunde am Tag sollten sich Kinder daher bewegen.
2. Ruhige Aktivitäten vor der Schlafenszeit
Spätestens eine Stunde vor Beginn der Schlafenszeit sollten Kinder keine aufregenden Spiele, wie zum Beispiel Kissenschlachten, Toben usw. spielen, da das Einschlafen sonst schwer fällt. Stattdessen sollten vor dem Zubettgehen Dinge wie Puzzles, Bücher und andere ruhige Beschäftigungen gewählt werden, die euer Kind nicht aufregen.
3. Abendliche Routine
Kinder mögen es, wenn sie sich auf wiederkehrende Rituale verlassen können. Ein festgelegter Ablauf des Tages macht es Kindern leichter, sich zu entspannen. Es kann ihnen enorm helfen, wenn ihr euch für abends einen bestimmen Ablauf überlegt (z. B. gemeinsames Abendessen, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen und waschen, die Kleidung für den nächsten Tag bereitlegen und noch eine Geschichte vorlesen) und dieser auch jeden Tag in derselben Reihenfolge stattfindet. Wenn euer Kind schon etwas älter ist, möchte es vielleicht lieber alleine noch eine Geschichte lesen und sich selbständig die  Zähne putzen und sich umziehen. In diesem Falle reicht es eurem Kind wahrscheinlich, wenn ihr es knuddelt und ihm eine gute Nacht wünscht. Wichtig ist einzig und allein, dass der Ablauf am Abend zur Routine wird und sich nicht dauernd ändert.
4. Fernseher und Co. abschalten
Mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollte der Umgang mit Fernseher, Smartphone, Computer und Tablet vermieden werden. Auch wenn die meisten Kinder vor den elektronischen Geräten vermeintlich entspanntersind. Hektische Serien im Fernsehen und schnelle Spiele auf dem Handy wühlen Kinder auf. Somit fällt es ihnen danach viel schwerer, in den Schlaf zu finden. Eltern sollten daher feste Zeiten bestimmen, in denen ihr Kind fernsehen darf und dies dem Alter ihres Kindesanpassen.
Steht bei eurem Kind die Einschulung an?
Dann kann es ungemein hilfreich sein, nicht nur eine abendliche Routine zu finden, sondern auch schon ein paar Tage vor dem Schulstart den morgendlichen Ablauf mit eurem Kind zu üben. Denn am Morgen braucht man oft ein paar Minuten länger als gedacht, bis man wirklich startklar ist, um das Haus zu verlassen. Zeigt eurem Kind nach dem Aufwecken, welche Dinge vor dem Weg zur Schule erledigt werden müssen (z. B. Anziehen, Zähne putzen, Haare kämmen, ein gesundes Frühstück, Schultornister packen, Schuhe anziehen usw.). So weiß euer Kind, was ihn vor dem ersten Schultag und an allen weiteren
Schultagen morgens erwartet und gemeinsam als Familie könnt ihr ohne morgendliches Chaos in den Tag starten.

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Elke Kramer