Sicherer und gesunder Schlaf

Mittagsschlaf - so gelingt die Ruhepause

12 Apr, 2016

Optimal ist es, wenn ein Baby dann schlafen gelegt wird, wenn es Anzeichen von Müdigkeit zeigt: es gähnt, weinerlich wird, Augenkontakt meidet, sich ruckartig bewegt, Fäustchen macht oder sich die Augen oder Ohren reibt. Doch das ist nicht immer möglich, weil es sich nicht mit dem Familienalltag vereinbaren lässt. Das Problem ist dabei,  das Babys und Kleinkinder zum Schlafen so genannte Zeitfenster haben. Wenn sie müde sind, aber nicht schlafen gelegt werden können, geht die Gelegenheit zum Einschlafen erst einmal vorüber. Das nächste Fenster öffnet sich dann erst nach 50 bis 60 Minuten wieder.

Studien belegen, dass die beste Zeit für den Mittagsschlaf zwischen 12 und 14.30 Uhr ist, also gleich nach dem Mittagessen.

Die meisten Babys machen im ersten Lebensjahr etwa zwei bis drei Tagesschläfchen, vormittags, mittags und am frühen Nachmittag. Denn nach drei bis fünf Stunden Aktivität ist es für sie schon wieder Zeit zum Ausruhen. Babys schlafen tagsüber zusammen genommen ungefähr drei bis vier Stunden, was aber von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein kann.

Irgendwann jedoch - meist zwischen neun und 18 Monaten - stellen Kinder sich um und schlafen nur noch einmal am Tag. Und es gibt sie tatsächlich: Kinder, die nachmittags drei Stunden schlafen und trotzdem abends um 19 Uhr wieder bettreif sind.

Nach Möglichkeit sollte der Mittagsschlaf im Bett gemacht werden.

So manches Baby schläft dort, wo das Familienleben spielt, leichter ein als im eigenen, stillen Zimmer – also etwa im Laufstall, der Wippe, unterwegs im Kinderwagen, und im Auto sowieso.  Größere Kinder dagegen haben eher ein Bedürfnis nach Ruhe, denn sie werden mit zunehmendem Alter immer störanfälliger. Straßenlärm, Kaufhausgeräusche und Passanten können sich dann zu ungebetenen Weckern entwickeln.

Doch was tun, wenn das Kind mittags nicht mehr schlafen will?

Unser älterer Sohn hat mich zur Verzweiflung gebracht, weil er schon mit 20 Monaten beschlossen hatte, keinen Mittagsschlaf mehr zu halten. Wochenlang habe ich mittags mit ihm gekämpft und mich neben ihn gelegt. Irgendwann habe ich dann aufgegeben und eine Mittagspause eingeführt. Dann „musste“ er für mindestens eine halb Stunde in sein Zimmer, dürfte sich ein Buch angucken oder eine Geschichte hören – eben einfach zur Ruhe kommen.
Denn mal ganz ehrlich: nicht nur unsere Kinder brauchen einen Mittagsschlaf, sondern wir Mütter brauchen diese kleine Auszeit auch!

Unsere Tabelle gibt einen kleinen Überblick über die durchschnittliche Schlafdauer von Babys und Kindern. Die Gesamtschlafdauer kann um eine Stunde nach oben und unten abweichen.