Sicherer und gesunder Schlaf

Schlafprobleme bei Kindern

12 Jul, 2021

So äußern sich Schlafprobleme bei Kindern

Es gibt verschiedene Wege, durch die sich Schlafprobleme bei deinem Kind äußern können. Ein Hinweis ist z. B. wenn es häufig Alpträume hat oder sich vor dem Schlafen gehen vor dem Monster unter seinem Bett fürchtet. Ein Pendant hierzu ist der Nachtschreck bei Kindern. Meist tritt dieser in der ersten Schlafhälfte auf. Dein Kind ist nicht ansprechbar, da es sich im Tiefschlaf befindet. Trotzdem kann es sein, dass es währenddessen schreit, um sich schlägt und vor Angst verschwitzt ist. In der Regel ist diese Art von Schlafproblemen harmlos, auch wenn sie für dich als Elternteil sehr bedrohlich wirken können.

Auch nächtliche Bewegungen und Ausflüge deines Lieblings in Form von Schlafwandeln können auf einen wenig erholsamen Schlaf hindeuten. Wenn dies einmal auftreten sollte, kannst du deinen Schatz sanft zurück in sein Bettchen begleiten. Achte darauf, dass alle Fenster und Türen in der Nacht verschlossen sind, damit deinem Kind während einer Schlafwandel-Episode nichts passieren kann.

Eine weitere Form von Schlafproblemen ist das Bettnässen. Meistens erledigt sich dies aber mit dem Heranwachsen deines Sprösslings von allein. Da es sich für das Einnässen schämt, ist deine seelische Unterstützung für ihn besonders wichtig.

Gelegentlich kann es bei Kindern auch zu einer reduzierten Atmung oder einem Atemstillstand kommen. Diese Symptome werden als kindliche Schlafapnoe bezeichnet. Ursachen für diese Störungen können unter Anderem verengte Atemwege oder Übergewicht sein. Durch die Atemaussetzer wird das Gehirn kurzzeitig mit weniger Sauerstoff versorgt, wodurch es wiederholt Wecksignale an den Körper sendet. Dadurch kann dein Kind am Tag müde, unkonzentriert oder hibbelig sein. Wenn du diese Anzeichen beobachtest, kann es sinnvoll sein, die Schlafapnoe in einem Schlaflabor abklären zu lassen, damit keine Entwicklungs- und Wachstumsverzögerungen bei deinem Kind auftreten.

Das kannst du gegen die Schlafprobleme deines Kindes tun

Mit wenig Aufwand kannst du deinem Kind dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen. Feste Einschlafrituale sind dabei ein bewährtes Mittel. Du kannst deinem Schatz z. B. etwas vorlesen, gemeinsam mit ihm ein Hörspiel hören oder einfach mit ihm kuscheln. Diese Rituale haben eine beruhigende Wirkung für dein Kind und signalisieren ihm, dass es an der Zeit ist, einzuschlafen.

Zusätzlich zu einem Einschlafritual ist es sinnvoll, wenn ihr euch auch während eures Tages an eine feste Struktur haltet. Dieser Rahmen gibt deinem kleinen Spross Sicherheit, da er weiß, wann gegessen, gespielt oder geschlafen wird.

Außerdem kann es ihm helfen, wenn ihr in seinem Zimmer gute Voraussetzungen für das Zubettgehen schafft. Hierzu kannst du störende Lichtquellen ausschalten, Lärm und Hektik in Form von Fernseher oder Computer vermeiden und für eine angenehme Raumtemperatur von 19 Grad Celsius sorgen. Wenn dein Schatz im Dunkeln Angst haben sollte, kannst du ein Nachlicht in sein Zimmer stellen und ihm ein Kuscheltier mit in sein Bettchen geben. Hierdurch fühlt er sich geborgen und kann besser einschlafen. Weiterhin kann ausreichend Bewegung an der frischen Luft sich positiv auf den Schlaf deines Kindes auswirken.

Schlafprobleme haben nicht immer einen schwerwiegenden Hintergrund. Manchmal sind sie auch das Resultat bestimmter Entwicklungsphasen oder von emotionalem Stress. Wenn sie allerdings häufiger auftreten, kannst du einen Arzt hinzuziehen. Dieser kann euch zusätzliche Tipps an die Hand geben, durch die ihr wieder erholsam schlafen könnt.