Sicherer und gesunder Schlaf

Sicherer und gesunder Babyschlaf

18 Jan, 2021

Rückenlage als sicherste Position beim Babyschlaf

Von Geburt an solltet ihr euren kleinen Schatz idealerweise in Rückenlage schlafen legen. In Bauch- oder Seitenlage sollten Babys nicht schlafen – da dann das Risiko für plötzlichen Kindstod (SIDS) erhöht ist. Von der Position her bietet es sich an, den Kopf eures Kindes abwechselnd entweder nach links oder rechts zu legen. Dabei sollten Mund und Nase immer unbedeckt bleiben, damit euer Baby in der Schlafposition ausreichend Sauerstoff bekommt.

Wie Neugeborene nachts am besten schlafen

Neugeborene haben im Gegensatz zu Erwachsenen einen erhöhten Schlafbedarf. Sie schlummern im Durchschnitt zwischen 14,5 und 16 Stunden täglich. Die Schlafphasen des Babys finden sowohl tagsüber als auch nachts statt. Dein Liebling schläft nachts etwa sechs Stunden, mitunter sogar nur zwei bis drei Stunden. Bis sich der Schlafrhythmus mit der Zeit langsam einpegelt, kannst du deinen Liebling dabei unterstützen, nachts (wieder) besser einzuschlafen:

  • Wählt schöne abendliche Einschlafrituale, wie z.B. Vorlesen, um euren kleinen Schatz auf die bevorstehende Nachtruhe vorzubereiten. Ein beliebtes Ritual ist beispielsweise ein abendliches Bad mit daran anschließender Massage. Auch gemeinsames Kuscheln, eine Gute-Nacht-Geschichte oder eine Spieluhr stimmen euren Nachwuchs auf die baldige Schlafenszeit ein.
  • Achtet darauf, für eine geeignete Schlafumgebung zu sorgen. Im Eltern-Kind-Schlafzimmer sollte es zwischen 16 und 18 Grad warm, dunkel und ruhig sein.
  • Akzeptiert, dass sich euer Kind erst mit der Lebenswirklichkeit außerhalb des Mutterleibs vertraut macht muss – mithilfe liebevoller Zuneigung und Unterstützung. Schon kleine Gesten wie leisen und sanftes Flüstern zeigen eurem Baby, dass ihr da seid.

7 häufige Fehler, die frischgebackene Eltern machen

  1. Zu inkonsequent sein. Euer Baby braucht feste Schlafenszeiten, da es sich sonst nicht an die Nachtruhe gewöhnt.
  2. Achtet auf die Körpersprache eures Babys. Es signalisiert mit Gähnen oder Handbewegungen, dass es schlafen möchte. Kommt euer Kind nicht zur Ruhe, schüttet es Stresshormone aus. Die Folge: Es kann nachts schlechter ein- und durchschlafen.
  3. Vor der Nachtruhe sollten Babys nicht zu vielen Reizen ausgesetzt sein. Leuchtende Decken und andere farbenfrohe Accessoires im Kinderzimmer sehen schön aus, können euer Baby jedoch überfordern.
  4. Der Schlafplatz eures Kindes sollte in den ersten Monaten möglichst derselbe bleiben. Ein ständiger Wechsel zwischen Familien- und Beistellbett kann Schlafprobleme begünstigen.
  5. Spielzeuge und Kuscheltiere haben im Babybett nichts zu suchen. Selbiges gilt für ein Kopfkissen, Felle und Kuscheldecken jeglicher Art.
  6. Babys benötigen für einen gesunden Schlaf eine feste, rutschfeste Unterlage, auf der sie nicht einsinken. Am besten eignen sich dafür atmungsaktive Babymatratzen mit waschbaren Bezügen.
  7. Eltern vergessen manchmal, vor dem Schlafgehen für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Idealerweise lüftet ihr euer Schlafzimmer mehrmals täglich kurz durch (Stoßlüften), damit ihr und euer Baby ausreichend Frischluft bekommt.

Die richtige Kleidung und Ausstattung für einen gesunden Babyschlaf

Schlussendlich gehört zu einem gesunden Babyschlaf auch die richtige Kleidung. Euer Schatz sollte nachts weder übermäßig schwitzen noch frieren müssen. Im Frühling oder Herbst darf es gerne ein Langarmbody sein. Zusätzlich dazu benötigt euer Baby einen Ganzjahres-Schlafsack. Im Sommer reicht dem Säugling ein leichter Strampler aus Baumwolle oder ein kurzärmeliger Body aus. Sobald sich der Winter ankündigt, solltet ihr den Sommer-Schlafsack gegen einen Schlafsack mit wärmenden Innenmaterialien austauschen.

Neugeborene, die erst wenige Tage alt sind, überhitzen schnell und bevorzugen deshalb überwiegend etwas „kühlere“ Schlafkleidung. Windeln, Unterwäsche und ein dünner Schlafanzug reichen also meistens schon aus. Ein Babyschlafsack ist auch bei „aktiven“ Neugeborenen anzuraten, da sie im Schlummersack eingewickelt nicht Gefahr laufen, sich mit dem Kopf unter einer Decke zu verfangen.

Sollte sich euer Schatz in einem regulären Schlafsack nicht behaglich fühlen, kann ein Schlafsack mit Beinen eine hilfreiche Alternative sein. Die zusätzlichen Öffnungen des Schlafsacks mit Füßen verschaffen eurem kleinen Liebling nachts mehr Bewegungsfreiheit.