Der Winter hält sich oft länger, als man denkt.
Auch wenn die Tage schon heller werden, bleiben die Temperaturen gerade im Spätwinter noch niedrig. Für Eltern mit Baby wirft das oft Fragen auf:
Gehen wir noch raus?
Ist mein Baby warm genug angezogen?
Und wie schaffen wir es, dass sich alle wohlfühlen?
Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Grundregeln lassen sich kalte Tage entspannt und sicher gestalten, drinnen wie draußen.
Rausgehen bei Kälte: Frische Luft tut gut
Auch an kalten Tagen darf, und sollte, man mit dem Baby nach draußen gehen.
Frische Luft stärkt das Immunsystem, fördert Schlaf und tut auch Eltern gut.
Wichtig ist dabei:
· Lieber kürzere Spaziergänge, dafür regelmäßig
· Wind, Regen und Nässe sind entscheidender als die reine Temperatur
· Bei starkem Wind oder Minusgraden drinnen bleiben
Ein ruhiger Spaziergang im Kinderwagen oder in der Trage ist auch im Winter völlig in Ordnung, solange das Baby gut geschützt ist.
Das richtige Anziehen: Warm, aber nicht zu warm
Babys können ihre Körperwärme noch nicht selbst regulieren. Deshalb gilt als Faustregel:
Eine Schicht mehr als Erwachsene.
Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip:
- Mehrere dünne Schichten statt einer dicken
- Atmungsaktive, natürliche Materialien
- Mütze schützt vor Wärmeverlust über den Kopf
Tipp: Kalte Hände oder Füße sind kein zuverlässiges Zeichen. Besser im Nacken fühlen, ist es dort warm und trocken, passt alles.
Unterwegs gut geschützt
Im Kinderwagen oder der Trage kühlen Babys schneller aus, da sie sich kaum bewegen. Achte daher auf:
· Wind- und wettergeschützte Abdeckungen
· Wärmende, aber atmungsaktive Materialien
· Keine Überhitzung durch zu dicke Decken
Weniger ist oft mehr, vor allem, wenn das Baby nah am Körper getragen wird.
Gemütliche Wärme zuhause schaffen
Auch drinnen braucht es im Winter keine überheizten Räume.
Ideal sind:
· Raumtemperatur zwischen 18-21°C
· Regelmäßiges Lüften
· Natürliche Stoffe, die die Temperatur ausgleichen
Besonders wichtig: Nähe, Körperkontakt gibt Babys Sicherheit, Geborgenheit und Wärme.
Gelassen durch die letzten kalten Tage
Der Winter ist eine besondere Zeit mit Baby: ruhiger, kuscheliger, langsamer.
Mit ein wenig Vorbereitung lassen sich auch die letzten kalten Tage entspannt genießen.
Und dann ist der Frühling auch schon plötzlich da.
TOG- Werte als Orientierung für die richtige Wärme
Um den passenden Schlafsack auszuwählen, hilft der sogenannte TOG- Wert.
Er gibt an, wie stark ein Schlafsack wärmt und unterstützt Eltern dabei, die richtige Wahl für die jeweilige Raumtemperatur zu treffen.
Zur Orientierung:
- 0,5 TOG- für warme Räume und mildere Nächte
- 1 TOG- ideal für Übergangszeiten
- 2,5 TOG- für kühle bis kalte Nächte
- 3,5 TOG- für sehr kalte Nächte oder niedrigere Raumtemperaturen
Gerade in den letzten Winterwochen kann ein wärmerer Schlafsack dazu beitragen, dass Babys ruhig und geborgen schlafen.
Was zieht man unter dem Schlafsack an?
Auch die Kleidung unter dem Schlafsack spielt eine weitere Rolle.
Als Faustregel gilt:
- Bei 18-20°C: Langarmbody oder Schlafanzug + wärmerer Schlafsack
- Bei 20-22°C: Leichtere Kleidung + Schlafsack mit niedrigerem TOG- Wert
Der Nacken- Test gibt zusätzlich Sicherheit:
Fühlt sich der Nacken warm und trocken an, ist das Baby passend angezogen.